Die Geschichte des Kaffees
Die Geschichte des Kaffees
Montag, 04. Mai 2009
Wenig wuchs im Hügelvorland von Jemen. In den Flanken der Hügel lag tiefes Gebüsch. Dort wuchs nichts mehr, und Menschen kamen dort nicht mehr hin. Nur wilde Ziegen stiegen manchmal zur höchsten Höhe auf. Nach Wochen kamen sie zurück: mager und mit verwahrlostem Körper.
Die Ziegenherden gehörtem dem Kloster. Das Kloster „Schehodet“ (Zeugnis) geheißen – gehörte Allah, wie alles auf dieser Erde dem Schöpfer gehörte.
Nach dem wochenlangen Ausreißen der Ziegenherde bemerkten die Hirten sonderbare Züge an ihren Ziegen. Vorher kannten sie wie die Menschen den zwölf-Stunden-Tag und hatten nachts geschlafen, doch als sie vom Berg zurück kamen plagte die Ziegenherde Schlaflosigkeit. So soll es geschehen sein, dass die Ziegenherde eine ganze Woche Tag und Nacht nicht zur Ruhe gekommen war.
Die Hirten verfolgen die Schafe auf den Berg um dem Geheimnis um die Schlaflosigkeit auf den Grund zu kommen und sie fanden einen Baum von dem die Ziegen gefressen hatten, den Sie zuvor noch nicht gesehen hatten. Sie brachen einen Zweig des Baumes ab und brachten diesen zum Abt des Klosters.
Der Abt wollte dem Geheimnis dieser Pflanze auf den Grund gehen und probierte die Pflanze im rohen zustand zu essen. Doch diese spie er sofort wieder aus, sie schmeckte einfach nach gar nichts. Auch ihr Geruch war nicht besonders ausgeprägt.
So ließ sich der Abt von den Hirten die Stelle zeigen, wo die Bäume wuchsen und er erkannte, dass diese Bäume keine Wildbäume sondern verwilderte Gartenbäume waren, denn sie wuchsen an den Stellen wo früher die Christen aus Afrika während der Eroberung des Jemen gelebt hatten. Diese brachten damals ihre Pflanzen, Blumen und Tiere mit. Diese Christen kamen aus der Region Kaffa und so wurde dieser Baum Kaffabaum genannt.
Doch die Neugierde des Abts war nicht gestillt, er wollte dem Geheimnis dieses Baumes auf den Grund gehen. Er versuchte sich aus den Blätter und Blüten des Baumes einen Saft zu machen in dem er diese zerstieß. Hierbei entdeckte er den schwarzen Kern der Frucht, dieser kam er mit kaltem Wasser aber nicht bei, denn nichts geschah als er die Kerne damit aufgoss. Doch der Abt blieb hartnäckig und versuchte die Kerne über dem Herd zu erhitzen, die Kerne fingen an aromatisch zu duften, als dieses geschah warf der ab die Kerne in kochendes Wasser und es entwickele sich eine schwarze gut riechende Brühe. Er probierte diese, doch die Brühe war sehr bitter und schmeckte nach verkohlter Erde. So wollte er an diesem Tage mit seinen Experimenten Schluss machen und legte sich zur Ruhe.
Doch der Schlaf wollte sich bei ihm nicht einstellen, er bekam kein Auge zu. Selbst als es zwölf Uhr leutete und als sich die Mönche zur Mitternachtsmesse versammelten war der Abt noch hellwach, im Gegensatz zu seinen Ordensbrüdern, die alle noch schlaftrunken waren.
Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, gab er ab diesem Tag den Mönchen jedem vor der Mitternachtsmesse einen Schluck von seinem Gebräu und wie von Zauberhand waren auch seine Ordensbrüder ab diesem Zeitpunkt nicht mehr schlaftrunken bei der Mitternachtsmesse.
Damals wussten die Mönche noch nicht welches Zaubermittel sie sich einverleibten. Der erste Mensch der dieses Wissenschaftlich belegte war der deutsche Chemiker Runge, der es zum ersten mal extrahierte und somit das Alkaloid Koffein nachwies.
Wann genau die Mönche aus dem Kloster Schehodet zum ersten Mal Kaffee tranken ist leider nicht genau festzustellen, doch weiß man das Kaffee um das Jahr 1000 schon bekannt war. Damals hieß er aber noch nicht „Kaweh“ sondern „Bunc“ den Namen den er bis heute im Lande Abessinien trägt.
Zu dieser Zeit war Kaffee noch kein Volksgetränk, es tranken ihn zwar die Araber und Perser doch über diese Grenzen war der Kaffee nicht bekannt. So war der Kaffee noch sehr teuer, dass nur die reichen ihn tranken und dieses auch nicht zum Genuss sondern aus medizinischen Gründen.
Die große Welle der Bekanntheit bekam der Kaffee erst durch einen religiösen Krieg der um ihn ausgefochten wurde. So sollte der Kaffee verboten werden, denn viele fanden, dass er gegen die Gesetzte des Korans verstoßen würde. So wurde ein Kaffeeverbot ausgesprochen. Doch es wurde ein Gesuch um Billigung an den Sultan geschickt, dieser kam in eine Zwangslage, da er selbst ein starker Kaffeetrinker war und seine Freunde am Hofe das Getränk ebenfalls sehr zu schätzen wussten. Nach Prüfung durch die besten Korankenner wurde dem Gesuch stattgegeben und der Kaffee durfte wieder getrunken werden.
So entwickelte sich der Kaffee soweit, dass es 1554 die ersten Kaffeehäuser in Konstantinopel gab. Diese nannte man bald schon „Schule der Gebildeten“, denn hier wurde beim Kaffee Schach gespielt und diskutiert.
Den richtigen Einzug nach Europa feierte der Kaffee aber erst nach Ende der zweiten Belagerung von Wien durch die Türken im Jahre 1683. Dieser war verbunden mit der Niederlage der Türken kurz vor Wien. Durch den schnellen Rückzug der Türken aus Österreich blieben auch viele Vorräte im Feindesland zurück, so geschah es auch, dass mehrere Säcke von schwarzen angenehm duftenden Bohnen in den Vorratslägern der Türken zurücklieben.
Da die Österreicher nicht wussten, was sie mit diesen Bohnen machen sollten, wollten sie diese eigentlich verbrennen, doch just in diesem Moment kam Kolschitzky daher, der nach der Befreiungsschlacht ein Bürger Wiens wurde und dem für seine Dienste im Krieg eine Gewerbemeisterschaft ausgestellt wurde. Kolschitzky kannte den Kaffee und bat darum ihm den Kaffee zu schenken bevor man Ihn verbrennen würde. Kolschitzky wurde der Wunsch gewährt und er bekam ein Gewerbe auf Kaffee.
Kolschitzky eröffnete in Wien ein Kaffeehaus und reichte den Gelehrten aus Wien den Kaffee. Doch dieser wurde von Ihnen als Türkendreck bezeichnet, da er ihnen nun überhaupt nicht schmecken wollte. Doch da Kolschitzky zu viel investiert hatte um sein Geschäft aufzugeben, wollte er den Kaffee wienerischer machen. Anstatt den Kaffeesatz in der Tasse zu lassen ließ er das heiße Wasser nur noch durch ein Sieb mit dem Kaffeesatz laufen. Dadurch war in dem Kaffee nicht mehr der Kaffeesatz, der die Wiener immer zum Husten brachte. Um ihn für die Wiener noch schmackhafter zu machen fügte er dem Kaffee noch eine Messerspitze Honig bei und um die Stärke des Kaffees zu mildern mischte er diesen noch mit drei Löffeln Milch pro Tasse. Dieses brachte ihm den ewigen Zorn der Türken, doch Kolschitzky kümmerte dieses wenig, er hatte soeben die „Melange“ erfunden. Jetzt waren auch seine Gäste mit dem Getränk zufrieden. Um das ganze noch abzurunden setzte sich Kolschitky mit einem Bäcker zusammen und servierte seitdem zu seinem Kaffee die „Kipfel“ Semmel in Halbmondform zusätzlich kam noch die Erfindung des Krapfen, ein rundes Sirup gefülltes Gebäck.
Von Wien aus entstanden kurze Zeit später die ersten Kaffeehäuser am Laufe der Donau in Deutschland, unteranderem in Regensburg im Jahre 1686.
Es brauchte jedoch noch Jahre, damit der Kaffee endlich zum Volksgetränk der Deutschen wurde.
http://www.allvendo.de/blog/category/alles-rund-um-die-bohne/die-geschichte-des-kaffees

Sehr interessante Geschichte… Es hat ja doch einige hundert Jahre gedauert bis Kaffee in Europa Akzeptanz gefunden hat. Hatte auch nicht gewußt, dass Kaffee eine “Erfindung” der Türken ist.